Kuestensilber: Schmuckes von der Waterkant

In Hamburg-Eppendorf hat die Schmuckdesignerin und Stylistin Clementine Schmodde ihrem Label KUESTENSILBER ein Zuhause gegeben. Neben handgefertigtem Schmuck, der sich durch sein pures Design und klare Linien und Formen auszeichnet, verkauft die Unternehmerin auch ausgesuchte Wohn- und Modeaccessoires in ihrem 60 Quadratmeter großen Concept-Store. Mit dieser ungewöhnlichen Kombination punktet die Designerin bei ihren Kundinnen und Kunden – online wie offline. Grund genug, mit der Wahl-Hamburgerin zu sprechen!

Die Designerin Clementine Schmodde vor ihrem Geschäft in Hamburg-Eppendorf. (Foto: KUESTENSILBER (c))

Hallo Clementine, du entwirfst seit 2011 unter deinem Label KUESTENSILBER handgeschmiedete Kleinserien und Unikate aus 925er Sterlingsilber. Im Oktober 2016 kam dann dein eigener Laden hinzu. Wieso hast du dich entschlossen, deinem Label ein festes Zuhause zu geben?

Das Interesse an meinen Kreationen ist stetig gestiegen, sodass ich angefangen habe, meinen Schmuck auf Designmessen wie „Blickfang“, „Nordstil“ und „Fashion Week“ zu verkaufen. Irgendwann dachte ich mir, dass es gut wäre, ein stationäres Geschäft mit Werkstatt zu eröffnen. So ist der Concept-Store KUESTENSILBER entstanden.

Der Store ist nach deinem Label KUESTENSILBER benannt. Wie ist der Name entstanden und was hat es mit der Schreibweise mit „UE“ anstelle des „Ü“s auf sich?

Ich bin an der Küste groß geworden, und da meine Kreationen zum Großteil aus Silber bestehen und viele Stücke eine maritime Note haben, lag der Name auf der Hand. Als mein Sohn den Namen vor Jahren vorschlug, fand ich ihn von Anfang an schön. Weil ich auch online sowie über die Grenzen Deutschlands hinaus verkaufe, wollte ich einen Wiedererkennungswert schaffen, der online wie offline funktioniert.

Ein Concept-Store bezeichnet im Einzelhandel ein Ladengeschäft mit einer außergewöhnlichen, oft sehr hochwertigen Kombination von Marken und Segmenten. Hat dir der Schmuck nicht mehr gereicht?

Das kann man so nicht sagen. Mein Laden hat sich ganz von selbst immer mehr zu einem Concept-Store entwickelt. Meiner Leidenschaft für schöne Dinge wollte ich auch in meinem Geschäft buchstäblich Raum geben. Die Mode- und Wohnaccessoires, die es bei mir zu kaufen gibt, passen zu meinem Schmuck und geben ihm den richtigen Rahmen. Es handelt sich ausschließlich um Dinge, die ich auch selbst tragen oder mir in die Wohnung stellen würde, bei denen ich ganz genau weiß, wo sie herkommen und die ich meinen Kunden daher bedenkenlos empfehlen kann. Ich lege großen Wert darauf, dass mein Laden authentisch ist. Den Kunden schöne Dinge zu zeigen und diese auch weiterzugeben – das ist meine Philosophie. Deshalb spiegeln alle Produkte auch meinen persönlichen Geschmack wider.

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Stets maritim angehaucht und mit Verbundenheit zur Waterkant: der Schmuck von Clementine Schmodde. (Foto: KUESTENSILBER (c))

Wie suchst du deine Stücke aus?

Teilweise kenne ich die Designer persönlich und weiß, wie sie produzieren. Das finde ich sehr wichtig. Daneben bin ich natürlich auf Fachmessen wie „Ambiente“ und „Fashion Week“, aber auch kleineren Designmessen wie „Blickfang und „Stilblüten-Festival“ unterwegs. Dort entdeckt man immer wieder Neues, trifft oft Menschen, die wie ich noch am Anfang stehen, aber außergewöhnliche Produkte bieten. Neues zu finden und zu erkennen, macht mir unheimlich viel Freude. Inspirationen für die Einrichtung meines Concept Stores und die Auswahl meiner Produkte entdecke ich ich auch auf Reisen nach New York, Paris oder Kopenhagen. St.Peter-Ording bei Wind und Wetter finde ich auch sehr schön.

Trotzdem spielt dein selbst designter Schmuck die Hauptrolle in deinem Geschäftskonzept. Wie bist du dazu gekommen, selbst Schmuck zu kreieren?

Ich habe Modedesign studiert und dann lange als Stylistin im Werbe- und Fotobereich gearbeitet. Zu der Zeit habe ich viel mit Mode und Wohnaccessoires zu tun gehabt. Die Passion für das Kreieren von Schmuck hat sich erst mit den Jahren entwickelt. Dabei habe ich mir alles selbst beigebracht, indem ich Workshops besucht habe. Das klassische Learning-by-Doing sozusagen. (lacht)

Betreibst du das Geschäft alleine oder gibt es ein Team, das dich unterstützt?

Ich bin als einzige Inhaberin „Einzelkämpferin“, aber habe die volle Unterstützung meiner Familie. Besonders mein Mann hilft bei der Organisation und greift mir als Fotograf bei meinen Off- und Online-Werbemaßnahmen enorm unter die Arme.

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Herzlich willkommen: So sieht der „schmucke“ Laden von außen aus. (Foto: KUESTENSILBER (c))

Apropos online: Du bist auf Facebook und Instagram vertreten und dort sehr aktiv.

Ja, Facebook muss man haben, aber unser eigentlicher Kanal ist tatsächlich Instagram, weil es zum einen fotorientierter ist und zum anderen sowohl meine Produkte als auch ich eher bildergetrieben sind. Facebook ist als Kontaktmedium und Informationsmöglichkeit wichtig, damit die Kunden sich orientieren können. Besonders auf Instagram sprechen die Posts doch eine sehr deutliche Sprache, mit der man sich sofort identifizieren kann oder auch nicht. Viele Kunden schauen sich ein Label in den sozialen Netzwerken erstmal an und bekommen so einen ersten Eindruck davon, welche Idee ich von meinem Geschäft habe. Auch im Nachhinein ist es für sie dann spannend, die Auftritte in den sozialen Medien mit den gewonnenen Eindrücken im Geschäft zu vergleichen.

Wie machst du dich bekannt? Welche weiteren Kanäle bespielst du?

Durch meine Website und Plattformen wie Labelfinder, ProductMate oder Findeling bin ich online vertreten und daher gut zu finden.
Zwar verkaufe ich auch eine kleinere Auswahl Schmuck bei Amazon. Aber Schmuck ist ein Produkt, dass man „live“ sehen und anfassen muss. Beim LocaFox-Marktplatz ist das ja anders, da die Kunden die Produkte online finden, aber dann im Geschäft kaufen. Mittelfristig werde ich das sicher mal ausprobieren.

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Stilvoll eingerichtet: Der Concept-Store wird immer wieder neu dekoriert. (Foto: KUESTENSILBER (c))

Kein Verkauf ohne Kasse – du hast dich für das LocaFox POS entschieden. Eine gute Wahl?

Ich bin bisher sehr zufrieden. Die Einrichtung war absolut entspannt, da Vieles selbsterklärend ist. Durch die Schlagwörter und Suchbegriffe finde ich gesuchte Artikel ganz einfach und schnell. Auch die Bedienung ist wirklich leicht. Wenn ich Fragen hatte, waren die eher technischer Natur und konnten mir von eurem Support rasch beantwortet werden. Das System lässt einem viele Freiheiten, man kann alles sehr genau machen, um den perfekten Überblick zu haben. Aber man muss immer dran bleiben – genauso wie bei einer Webseite oder einem Online-Shop, die auch kontinuierlich gepflegt werden müssen, um optimal zu funktionieren.

Vielen lieben Dank für das Gespräch und weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen tollen Kollektionen!

 

Hier mehr über Clementines Lieblingskasse erfahren!


Kontakt

kuestensilber logoKUESTENSILBER

Eppendorfer Weg 235 | 20251 Hamburg

Tel.: 040 – 46961292

Webseite: www.kuestensilber.com
E-Mail: mail@kuestensilber.com

Facebook: www.facebook.com/kuestensilber/
Instagram: www.instagram.com/kuestensilber/

Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags: 11–18.30 Uhr, samstags: 11–17 Uhr


Interview & Text: Mirko Berger | Verwendetes Beitragsbild und Fotos im Text: KUESTENSILBER (c)

Mirko Berger

Mirko Berger ist Online-Redakteur bei LocaFox. Der studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaftler beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung im On- und Offline-Handel.

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