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Kaffeemaschine: Kaffeevollautomat oder Filterkaffee?

Morgengold, Hallowach, schwarzes Gold, Lebenselixier – es gibt viele Alltagsbezeichnungen für des Deutschen Lieblingsheißgetränk: den Kaffee. Dabei ist es für viele mehr als nur ein tägliches Ritual: Kaffee steht für Lifestyle, Genuss und Gemütlichkeit, er ist ein Klassiker, der immer wieder neu interpretiert wird. Kein Wunder, dass es kaum noch einen Haushalt ohne Kaffeemaschine gibt. Bei der Anschaffung einer solcher steht man immer vor der Frage: Klassische Filterkaffeemaschine oder Kaffeevollautomat? Das ist häufig nicht nur eine Frage des Preises.

 

Ohne Kaffee geht nichts: Neun von zehn Deutschen sind Kaffeetrinker. Im Schnitt werden hierzuladen drei Tassen Kaffee am Tag getrunken. 2013 tranken die Deutschen durchschnittlich 2 315 Tassen Kaffee pro Sekunde, rund 150 Liter des Heißgetränks konsumiert jeder Bundesbürger im Durchschnitt in einem Jahr. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland auf Platz acht der Kaffeetrinkernationen. Ob zu Hause oder im Büro – ein gut zubereiteter Kaffee macht nicht nur munter, sondern trägt bei vielen Menschen auch zu einer guten Stimmung bei. Über die Zubereitungsart des geliebten Getränks wird unter Kaffeeliebhabern gerne heiß diskutiert. Schmeckt Filterkaffee wirklich schlechter als Kaffee aus dem Vollautomaten? Was ist praktischer? Und was macht guten Kaffee wirklich aus?

Filterkaffee: Tradition trifft Trend

Kaffee ist, wie so vieles andere auch, eine Frage des Geschmacks. Eine Umfrage von deals.com im Juni 2015 unter 1 128 deutschen Verbrauchern hat ergeben: Die deutschen Liebhaber der schwarzen Bohne trinken am liebsten den traditionellen Filterkaffee (46 Prozent). Seit dem Durchbruch der Kaffeemaschinen in den 1970ern schwören sie auf den Geschmack von frisch aufgebrühtem Filterkaffee. Kein Wunder also, dass die traditionelle Filterkaffeemaschine nach wie vor fester Bestandteil in vielen Haushalten und Büros ist.

Wie gut sind Filterkaffeemaschinen?

filterkaffeemaschine weiß

Filterkaffee hat in Deutschland eine gewisse Tradition. (Bild: Canva)

Ihr größter Vorteil gegenüber Vollautomaten liegt darin, dass sich gleich eine ganze Kanne machen lässt und der Kaffee nicht tassenweisen zubereitet werden muss. Das wurde ihnen andererseits aber häufig auch als Nachteil ausgelegt: Wer morgens nur eine Tasse Kaffee trinken wollte, mochte sich nicht gleich eine ganze Kanne kochen. Dieses Argument ist jedoch mittlerweile aus der Welt geschafft: Es gibt Filtermaschinen, die in der Lage sind, Filterkaffee nur für eine Tasse zu brühen.

Filtermaschinen arbeiten mit gemahlenem Kaffeepulver: Es kommt in den passenden Kaffeefilter und wird durch das in der Maschine erhitzte Wasser aufgebrüht. Tröpfchenweise gelangt der heiße Kaffee in die Kanne, bis sie voll ist. Die Möglichkeit, das Kaffeepulver je nach Belieben dosieren zu können (und damit den Kaffee je nach Geschmack stärker oder milder zu kochen), macht Filterkaffee so beliebt. Fans des traditionellen Filterkaffeegenusses lieben das langsame Aufbrühen und den dadurch entstehenden Geruch. Allerdings entstehen dabei Bitterstoffe, die in den Kaffee gelangen und ihn entsprechend bitter schmecken lassen.

Dank der einfachen Technik sind Filtermaschinen auch recht günstig in der Anschaffung. Auch der Preis pro Tasse ist recht günstig: Herkömmlicher Filterkaffee kostet je nach Kaffeequalität vier bis zehn Cent pro Tasse.

 

Das sind die Testsieger-Filterkaffeemaschinen 2016

Beliebter Bestseller
PHILIPS HD7546/20

+ 1,2 Liter Volumen
+ Thermoskanne
+ automatische Abschaltung

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Beste Preisleistung
Melitta Optima Timer

+ 1 Liter Volumen
+ Tropf-Stopp-Funktion
+ Timerfunktion

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Schicke Maschine
Rowenta CT 3818

+ 1,25 Liter Volumen
+ Thermoskanne
+ Kaffeedosierungsanzeige

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Die Pros und Contras von Filterkaffeemaschinen auf einen Blick

Vorteile:

  • einfache Handhabung und Bedienbarkeit
  • individuelle Dosierung
  • mit 1 x kochen eine Kannenfüllung
  • keine aufwendige Reinigung oder Wartung nötig
  • günstiger Anschaffungspreis (ab 20 Euro aufwärts)

Nachteile:

  • keine Kaffeevariationen wie Latte Macchiato oder Cappuccino möglich
  • vorgegebene Menge durch die Maschine (entweder ganze Kanne oder eine Tasse)
  • Zubereitungsdauer
  • keine frische Bohnenröstung
  • Bitterstoffe und Gerbsäuren durch die lange Brühzeit wirken sich auf den Geschmack aus
  • neben dem Kaffeepulver müssen auch regelmäßig Filter nachgekauft werden

 

 

Kaffeevollautomaten als Alleskönner

Während die einen auf die bewährte Filterkaffeemaschine schwören, schätzen andere Kaffeegenießer moderne Kaffeevollautomaten mit ihrer Funktionsvielfalt und dem schwarzen Gold auf Knopfdruck. Immer mehr Menschen legen bei der Zubereitung des Kaffees Wert auf eine Kombination aus Schnelligkeit und Geschmack. Der größte Unterschied zwischen Vollautomat und Filtermaschine ist das Kaffeebohnenaroma. Es kann sich am besten unter Druck entfalten, genauer: bei einem Druck zwischen 7,5 bar und 9 bar. Weil Filtermaschinen nicht mit Druck arbeiten, Kaffeevollautomaten aber schon, schmeckt der Kaffee auch unterschiedlich.

Variationsvielfalt auf Knopfdruck

kaffeevollautomat rot

Mit Vollautomaten lässt sich auf Knopfdruck Kaffee zaubern. (Bild: Canva)

Vollautomaten bieten zudem verschiedene Variationen und Kaffeestärken an: Neben dem klassischen Café Créma in mild oder stark zaubert die Maschine aus den Kaffeebohnen, Wasser, Milch und Kakaopulver wahlweise Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato oder Café Choc. Auch die Tassengröße, Wasserhärte und Brühtemperatur lassen sich jeweils individuell einstellen. Durch das integrierte Mahlwerk werden die Kaffeebohnen frisch gemahlen – das verleiht dem Kaffee eine besondere Würze. Alleine das Geräusch, das beim Mahlen der Bohnen entsteht, ist Musik in den Ohren von Kaffeeliebhabern. Prinzipiell steht der Kaffee  aus dem Vollautomaten geschmacklich dem Espresso näher. Der Preis pro Tasse liegt bei hoher Kaffeequalität zwischen 10 und 20 Cent.

Der größte Nachteil der Vollautomaten: Mit ihnen lassen sich i. d. R. keine großen Mengen Kaffee gleichzeitig kochen. Die Portionierung erfolgt tassenweise bzw. maximal für zwei Tassen gleichzeitig. Das ist praktisch für den Kaffee am Morgen und geht schnell. Wer allerdings regelmäßig eine große Gruppe gleichzeitig mit heißem Kaffee versorgen möchte, wie zum Beispiel auf Familienfeiern, greift dann besser zur Filtermaschine. Es gibt zwar mittlerweile auch einige wenige Vollautomaten mit Thermoskannen für größere Mengen, diese sind im Vergleich zur klassischen Filtermaschine aber um ein Vielfaches teurer.

Vollautomaten: Regelmäßige Reinigung gehört dazu

Kaffeevollautomaten sind aus mehreren Komponenten zusammengesetzt: Neben dem Mahlwerk gehören dazu der Durchlauferhitzer, die Pumpe sowie das Herzstück – die Brühgruppe mit Antrieb. Die komplexe Technik macht die Maschinen jedoch auch pflegeintensiv und vergleichsweise sensibel. Sie müssen regelmäßig aufwendig gereinigt werden. Vollautomaten mit integriertem Milchtank oder Milchaufschäumer müssen dabei noch häufiger einer Reinigung unterzogen werden, weil Milch bekanntlich schnell verderblich ist. Viele Vollautomaten bieten ein automatisches Reinigungsprogramm an; dennoch müssen die einzelnen Komponenten wie die Brühgruppe immer wieder herausgenommen und von Hand gereinigt werden.

Hinter Filtermaschine und Vollautomat haben sich Pad- und Kapselkaffeemaschinen etabliert, die eine schnelle Zubereitung von einer Tasse Kaffee ermöglichen: Jeder vierte Deutsche nutzt inzwischen eine solche Maschine. Praktisch sind sie, geschmacklich können die Kaffees jedoch meist nicht mithalten. Daneben sind besonders die Kaffeekapseln echte Umweltsünder, und schaut man auf den Preis pro Tasse, zahlt man je nach Sorte und Anbieter zwischen 25 und 40 Cent pro Tasse Kaffee.

 

Das sind die Testsieger-Kaffeevollautomaten 2016

Die Königsklasse
DeLonghi PrimaDonna ESAM 6700 EX1

+ Memory-Funktion
+ Patentiertes Drei-Tassen-System
+ Vario-Regler

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Guter Allrounder
Melitta Caffeo CI silber E 970-306 Silber/Schwarz

+ Gute Verarbeitung
+ Einfache Bedienbarkeit
+ Gute Preisleistung

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Beste Preisleistung
DeLonghi Magnifica S ECAM 22.110.SB

+ Manuell einst. Kaffeemenge
+ Cappuccino-Schnelldampfsystem
+ 2-Tassen-Funktion

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Die Pros und Contras von Kaffeevollautomaten auf einen Blick

Vorteile:

  • mehr Wahlfreiheit und Abwechslung bei der Geschmacksrichtung: Créma, Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso auf Knopfdruck
  • Hoher Bedienkomfort
  • Steuerung der Kaffeestärke, Tassengröße, Wasserhärte und Brühtemperatur
  • Zubereitungsdauer
  • frische Kaffeeröstung

Nachteile:

  • komplexere Technik
  • regelmäßige aufwendige Reinigung und Wartung nötig
  • höherer Anschaffungspreis (ab 270 Euro aufwärts; hochwertige Maschinen kosten i. d. R. zwischen 500 und 1 000 Euro)
  • auch qualitativ hochwertige Kaffeebohnen sind teurer in der Anschaffung als Kaffeepulver

 

 

Fazit: Vollautomat oder Filterkaffee?

Ob Kaffee aus der Filtermaschine oder aus dem Vollautomaten: Es gibt Vor- und Nachteile auf beiden Seiten. Entscheidend sind neben dem Anschaffungspreis der Maschine und dem Preis pro Tasse vor allem der letztliche Kaffeegeschmack und die Zubereitungsmöglichkeiten. Während Vollautomaten mit einer Vielzahl an Kaffeevariationen punkten können, lassen sich mit Filtermaschinen größere Mengen gleichzeitig aufbrühen. Wer den Kaffee hingegen nicht kannenweise servieren muss oder morgens vor der Arbeit schnell noch eine Tasse trinken möchte, greift am besten zum Vollautomaten, der ein Barrista-ähnliches Aroma liefert. Geschmacklich gehört der Kaffee zur Königsklasse. Der klassische Filterkaffee hat hingegen sein ganz eigenes Aroma – das man entweder mag oder eben nicht so gerne. Filterkaffeetrinker könnten mit dem Geschmack eines Kaffees aus dem Vollautomaten daher durchaus ihre Probleme haben. Für den Hausgebrauch rechnet sich schon ab drei bis vier Tassen pro Tag ein Kaffeevollautomat.

Bevor du dich für eine Maschine entscheidest, überlege dir, welcher Kaffeetyp du bist, was du auszugeben bereit bist und wie oft du für wie viele Personen Kaffee zubereitest. Mit LocaFox findest du eine große Auswahl an Kaffeemaschinen – aus Geschäften in deiner Nähe. Du kannst die Preise der einzelnen Geräte und Geschäfte vergleichen und auch einen Online-Preisvergleich durchführen.

 

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Text: Thilo Grösch | Verwendetes Beitragsbild: Canva | Verwendete Bilder im Text: Canva, Hersteller

Thilo Grösch

Thilo Grösch ist Redakteur und PR-Manager bei LocaFox in Berlin. Der 31-jährige Wahl-Berliner und ehemalige Journalist befasst sich im LocaFox-Magazin mit Kaufberatungen und schreibt zudem auf dem LocaFox-Blog über News aus dem Unternehmen sowie über aktuelle Themen im Einzelhandelsbereich.

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