Globale Shopper-Studie: Omni-Channel ist allgegenwärtig

Die Marketing-Agentur Criteo hat rund 10 000 Konsumenten in Deutschland, Frankreich, UK, den USA, Brasilien und Japan zum Thema Shopping befragt. Das Ergebnis: Omni-Channel-Shopping ist allgegenwärtig – der Wechsel von einem zum anderen Kanal erfolgt dabei in alle Richtungen. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse der Studie „Shopper Story 2017“ für Sie zusammengefasst.

Kunden informieren sich online

Es ist kein Geheimnis mehr: Kunden möchten sich heutzutage umfassend über Produkte informieren, dafür greifen sie vor allem auf digitale Kanäle zurück. Rund 80 Prozent aller befragten Konsumenten stöbern regelmäßig (14 Prozent) oder gelegentlich (67 Prozent) online nach Produkten, die sie später offline in einem Einzelhandelsgeschäft kaufen. Die sogenannten „Omni-Shopper“ nutzen dabei eine große Bandbreite von Geräten, Kanälen und Plattformen, sowohl zum Stöbern als auch zum Kaufen. Die wichtigste Botschaft für stationäre Händler: Diese Zielgruppe gibt mehr Geld aus als Nicht-Omni-Shopper (+14% online und +47% offline).

 

Critero-Studie Omnishopping

Konsumenten informieren sich heute vor allem online über Produkte, die sie später kaufen.

 

Kompetente Beratung und das Einkaufserlebnis sind wichtig

Käufer sind dabei durch das Internet, das rund um die Uhr zur umfangreichen Informationsbeschaffung und Produktrecherche zur Verfügung steht, heute weitaus informierter als noch vor einigen Jahren und kommen vorinformiert ins Geschäft. Sie erwarten deshalb ein kompetentes Ladenpersonal, das sich nicht nur mit den Produkten auskennt, sondern auch eher als Berater und nicht als Verkäufer versteht.
Critero-Omni-Shopper-Studie 2017
Daneben spielt das Einkaufserlebnis eine wichtige Rolle für den Besuch im Geschäft: 54 Prozent der Studienteilnehmer suchen stationäre Geschäfte auf, weil sie darin bessere Möglichkeiten sehen, ein gewünschtes Produkt an- bzw. auszuprobieren. Jeder zweite Konsument sagt außerdem, sich in den Geschäften über Trends zu informieren, und 72 Prozent freuen sich auf den Einkauf in Geschäften, wenn sie die Zeit dazu haben. Impulskäufe gibt es dabei offline fast ebenso häufig wie online.

 

Diese Faktoren beeinflussen die Customer-Journey

Konsumenten möchten selbst bestimmen, wann bzw. wo sie kaufen und wie sie ein gewünschtes Produkt erhalten. Webseiten-übergreifendes Shopping ist dabei heute bereits die Regel. Kein Wunder also, dass laut Studie Webseiten und Apps als einflussreicher gelten als Mundpropaganda und „Point of Sale“-Marketing. Auch die Webseiten der Marken beeinflussen die Kaufentscheidung der Konsumenten mit. Händler müssen daher über die gesamte Customer-Journey hinweg digital verfügbar sein, um die Käufer dort anzusprechen, wo sie ihre Entscheidungen treffen.

 

// Die Studie „Shopper Story 2017“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

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Text: Thilo Grösch | Verwendetes Beitragsbild & verwendete Grafiken im Text: Criteo Shopper Story, DE, 2017 (c)

 

Thilo Grösch

Unternehmenssprecher bei LocaFox
Thilo Grösch ist PR-Manager und Unternehmenssprecher bei LocaFox in Berlin. Der 32-jährige Wahl-Berliner und ehemalige Journalist betreut das LocaFox-Handelsblog und schreibt über den digitalen Wandel im Stationärhandel, Local Commerce, Mobile Commerce und Shopping.
E-Mail: thilo.groesch[at]locafox.de

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