Local Commerce: Stationärer Einzelhandel 2.0 (Teil II)

Der Einzelhandel braucht neue, moderne Konzepte und Ideen, um sich gegenüber dem Online-Handel zu beweisen. „Local Commerce“ heißt des Rätsels Lösung! Ein Ansatz, der dem Konsumenten und dem Einzelhandel das Leben leichter macht.

AAnstelle der früher viel genutzten gelben Seiten, kann der Konsument auf einer Internet-Plattform unterschiedliche Anbieter mit den dazugehörigen Angeboten und Informationen vergleichen. Das hilft den Konsumenten, einen lokalen Anbieter zu finden, der ihr Produkt oder ihre Dienstleistung verkauft. Unterstützt wird dies zum Beispiel von Location Based Services (LBS), die dem User mit Hilfe von GPS alle Angebote in ihrem Umfeld anzeigen.

E-Commerce als Wegbereiter für Local Commerce

E-Commerce (elektronischer Handel) hat Local Commerce den Weg geebnet und neue Türen geöffnet. Die User schätzen die Informationsvielfalt, sowie Einfachheit beim Kaufen im Netz. Kundenrezensionen schaffen zusätzlich Vertrauen in ein Geschäft und sichern die Qualität. Das gilt auch für Local Commerce. Auch hier können Nutzer ein Geschäft bewerten und Anderen einen Erfahrungsbericht hinterlassen.

Für den Konsumenten heißt das: Sie können auf alle Informationen zu einem Produkt oder Anbieter online zugreifen, bevor sie losziehen, um ein Produkt einzukaufen. Und dann vor Ort die persönliche Beratung und ein echtes Shopping-Erlebnis genießen. Das bedeutet: Local Commerce verbindet das Beste aus zwei Welten.

Neue Zielgruppen erschließen

Aber nicht nur die Konsumenten freuen sich über diese neuen, modernen Konzepte. Vor allem für die stationären Einzelhändler tun sich ganz neue Möglichkeiten auf. Wo sie vorher quasi darauf warten mussten, dass ein Kunde ihr Geschäft betritt und eins ihrer Produkte kauft, wird der Kunde jetzt gezielt in ihr Geschäft und zu einem bestimmten Produkt geleitet. Händler können nicht nur die übliche Laufkundschaft erreichen, sondern diese auch erweitern, indem sie neue Zielgruppen erschließen.

Die Grenzen zwischen E-Commerce und stationärem Handel verschwimmen immer mehr. Große E-Commerce-Unternehmen, wie z. B. Zalando, eröffnen mittlerweile ihre eigenen Stores und stationäre Shops versuchen sich im Versandhandel.

Was sich daraus schließen lässt: dass eine gute Mischung aus Online- und Offlinevertrieb die beste Lösung ist, um langfristig erfolgreich zu sein. Der stationäre Handel ist also keineswegs kurz davor, auszusterben. Mit Hilfe von derzeit stark wachsenden Konzepten im Local Commerce Bereich, dem stationären Handel 2.0, können sie den Einzelhandel revolutionieren.

 

 

Über die Autorin: Sarah Wirth war bis Frühjahr 2014 Werkstudentin im Marketing bei Locafox.

Text: Sarah Wirth | Verwendetes Beitragsbild: Locafox/Canva

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