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Neue IBM-Studie: US-Verbraucher fordern mehr Transparenz bei der Produktverfügbarkeit

Acht von zehn US-Konsumenten möchten online sehen können, welche Produkte im stationären Laden verfügbar sind. Das geht aus der neuen IBM Consumer Expectations Study hervor, für die 1 500 US-Verbraucher im Alter von 13 bis 60 befragt wurden.

DDie Produktverfügbarkeit ist für viele Verbraucher ein wichtiger Shopping-Faktor: Sie wollen prüfen können, ob ein Artikel in einem Geschäft auf Lager ist oder nicht, bevor sie den Laden aufsuchen. Laut der US-Studie, die IBM im Juni 2016 veröffentlicht hat, würden 81 Prozent der Befragten den Shop bevorzugen, der Informationen über die Produktverfügbarkeit bietet, selbst wenn das bedeuten würde, dass es nicht ihr Standardgeschäft ist. Eine im Juli 2016 durchgeführte LocaFox-Studie hat ergeben, dass erst 16 der 25 umsatzstärksten US-Stationärhändler (64 Prozent) ihren Kunden auf den Webseiten Informationen zur Produktverfügbarkeit im Laden bieten. 2015 waren es 56 Prozent.

Artikelverfügbarkeit allein ist nicht genug

Händler-Aussagen wie „Produkt ist auf Lager“ oder „Ausverkauft“ reichen den Konsumenten laut IBM-Studie jedoch nicht mehr aus. Sie wünschen sich mehr Details zur verfügbaren Menge an Produkten, die auf Lager sind, oder – wenn ausverkauft – ab wann sie wieder verfügbar sind (78 Prozent). Das gab laut Studie besonders die jüngere Zielgruppe im Alter von 13 bis 39 Jahren an.

Auch im Geschäft selbst erwarten die Kunden von den Händlern zu erfahren, wo sie ein ausverkauftes Produkt bekommen können. 81 Prozent der Verbraucher gaben an, dass Mitarbeiter eines Geschäfts in der Lage sein sollten, „schnell und effizient“ eine Alternative, also z. B. eine andere Filiale, nennen zu können, in der der gewünschte Artikel noch verfügbar ist.

Der „Netflix-Effekt“

Knapp zwei von drei Konsumenten wünschen sich die Möglichkeit, kanalübergreifend zu shoppen, also z. B. online zu starten und offline abzuschließen oder umgekehrt. Die Studienexperten sprechen dabei vom sogenannten „Netflix-Effekt“: Wer einen Film im Fernsehen angefangen hat zu schauen und mitten im Film unterbrochen wird, öffne heutzutage einfach die Netflix-App und schaue den Film später weiter, z. B. auf dem Tablet, und zwar exakt an der Stelle, an der vorher gestoppt wurde. Dieser Vorgang sei über die Kanäle hinweg „nahtlos“ und hätte auch die Erwartungen der Verbraucher beeinflusst: „Die Verbraucher möchten nun einen Kauf in einem Kanal starten und in einem anderen abschließen“, heißt es in der Studie. Für 59 Prozent der Befragten sei das ein wichtiges Kriterium, das mit beeinflusst, wo sie shoppen und wo nicht – im Jahr 2011 gaben das noch 34 Prozent an.

IBM Consumer Study

(Copyright IBM Corporation 2016)

Click & Collect wird wichtiger

In diesem Zuge gewinnt auch Click & Collect an Bedeutung. „Mehr Verbraucher als je zuvor“ möchten ihre Online-Bestellungen in einem Geschäft abholen oder zurückgeben: 74 Prozent der Befragten finden Click & Collect-Modelle gut; fast der gleiche Prozentsatz würde Click & Collect sogar einer kostenlosen Lieferung nach Hause vorziehen und wenn es passt, auch zusätzliche Produkte im Laden kaufen.

Expresslieferung gewünscht

Neben Click & Collect ist auch die Expresslieferung wichtig für die Verbraucher: Sobald sie die Kaufentscheidung getroffen haben, ist 72 Prozent der Befragten eine schnellstmögliche Zustellung wichtig. Sie wären bereit, dafür auch einen Aufpreis zu bezahlen.

IBM Studie 2016

(Copyright IBM Corporation 2016)

Die Studienexperten sind sich sicher, dass Amazons Prime-Versand (Zustellung am nächsten Tag oder mit Prime Now noch am gleichen Tag) einen deutlichen Einfluss auf die Erwartungen der Verbraucher hat – dies sei „nicht zu leugnen“, heißt es in der Studienauswertung. LocaFox bietet in Berlin einen Same-Day-Delivery-Service.

Die Zusammenfassung der Studie bietet IBM kostenlos zum Download an.

 

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Text: Thilo Grösch | Verwendetes Beitragsbild: Canva | Verwendete Screenshots im Text: Adobe/IBM Corporation 2016 (c)

Thilo Grösch

PR-Manager bei LocaFox
Thilo Grösch ist PR-Manager und Pressesprecher bei LocaFox in Berlin. Der 31-jährige Wahl-Berliner und ehemalige Journalist betreut das LocaFox-Handelsblog und schreibt über den digitalen Wandel im Stationärhandel, Local Commerce, Mobile Commerce und Shopping. Zudem betreut er "LocaFox-News" und schreibt dort über News aus dem Unternehmen.
E-Mail: thilo.groesch[at]locafox.de

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