LocaFox POS Kasse Foto by Norman Posselt

Die Digitalisierung im deutschen Einzelhandel 2017

Neue Handelsstudie der IHK & ibi Research

Das stationäre Geschäft stellt im Omni-Channel-Handel nur noch einen von vielen Berührungspunkten dar, bleibt aber auch künftig noch der wichtigste Einkaufskanal – zunehmend in Verbindung mit anderen. Das sind die Ergebnisse einer neuen deutschlandweiten Händlerbefragung zum Einfluss der Digitalisierung auf den deutschen Einzelhandel der IHK und ibi Research.

Rund 8 000 Händler in Deutschland wurden für die Studie von ibi Research an der Universität Regensburg und der IHK befragt; knapp 2 000 Fragebögen sind in die Auswertung eingeflossen. Der Großteil der befragten Händler (85 Prozent) betreibt dabei mindestens ein stationäres Geschäft. Das Gesamtbild zeigt eine zunehmende Verschmelzung von Online- und Offline-Handel: Mehr als ein Drittel der Händler verkauft bereits sowohl online als auch stationär. Besonders im Bereich Fotokameras und -zubehör ist eine Verschmelzung der Kanäle deutlich erkennbar. Wer als Händler bereits den Schritt in die Online-Welt gewagt hat, nutzt dafür in erster Linie den eigenen Online-Shop (33 Prozent), 11 Prozent verkaufen über eBay, 8 Prozent über Amazon.

Der deutsche Einzelhandel 2017

Grafik: (c) ibi Research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“

Ein Viertel der Befragten geht davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren ein Umsatzrückgang über den stationären Kanal zu erwarten ist, deshalb möchten 37 Prozent der heute reinen Stationärhändler in fünf Jahren auch Umsätze über das Internet erzielen. Umgekehrt planen 14 Prozent der befragten Online-Händler auch Offline-Umsätze bis 2022.

Handelsstudie von ibi und IHK

Grafik: (c) ibi Research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“

Digitalisierung im Einzelhandel: 22 Prozent ohne Warenwirtschaft

64 Prozent glauben, dass der stationäre Vertriebsweg auch zukünftig der wichtigste Kanal bleibt, jedoch in zunehmender Verbindung mit weiteren Kanälen. Im Durchschnitt hat die Hälfte der Händler noch nie von innovativen Technologien gehört, wie zum Beispiel einer digitalen Beschilderung oder interaktiven Schaufenstern. Gerade einmal zwölf Prozent haben ein eigenes Budget für die Digitalisierung eingeplant. Zwar nutzen mittlerweile viele Händler digitale Technologien für ihre internen Prozess, doch fast ein Viertel (22 Prozent) hat weder ein ERP-System noch eine Warenwirtschaft im Einsatz. Besonders kleinere Handelsunternehmen arbeiten nach wie vor nicht digital. Dabei ist der Einsatz einer digitalen Warenwirtschaft, wie LocaFox sie z. B. integriert in seinem Tablet-Kassensystem anbietet, heute schon kein teures oder umständliches Unterfangen mehr. Sie ist gar Voraussetzung, um den gleichzeitigen Betrieb von Online- und Offline-Verkaufskanälen sinnvoll zusammenzuführen. Immerhin gehen neun von zehn Befragten davon aus, dass digitale Innovationen das Einkaufsverhalten ändern werden und demnach ein Umdenken des Einzelhandels verlangen.

 

Fazit: Händler müssen digitaler denken

Der Trend zum Multikanalhandel schreitet weiter voran. Weil gerade bei modernen Konsumenten nicht mehr zwischen online und offline unterschieden wird und sie ganz selbstverständlich alle zur Verfügung stehenden Kanäle zum Einkauf nutzen, muss der Einzelhandel auch in Zukunft versuchen, durch möglichst viele Schnittstellen zum Kunden einen Mehrwert zu schaffen.

Die Studie steht als kostenloses PDF zum Download zur Verfügung.

 

Text: Thilo Grösch | Verwendetes Beitragsbild: LocaFox (c) – Norman Posselt | Verwendete Grafiken im Text: ibi Research (c) 2017

Thilo Grösch

Unternehmenssprecher bei LocaFox
Thilo Grösch ist PR-Manager und Unternehmenssprecher bei LocaFox in Berlin. Der 32-jährige Wahl-Berliner und ehemalige Journalist betreut das LocaFox-Handelsblog und schreibt über den digitalen Wandel im Stationärhandel, Local Commerce, Mobile Commerce und Shopping.
E-Mail: thilo.groesch[at]locafox.de

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